Veranstaltung

15.09.2017 bis 16.09.2017

1718.215.1 Kognitive Verhaltenstherapie bei Panikstörungen und Agoraphobie bei Dipl.-Psych. U. Schulze

Die Panikstörung ist gekennzeichnet durch das wiederholte Auftreten unerwarteter und für die Betroffenen unerklärbarer Angst- und Panikattacken. Diese Zustände intensiv erlebter Angst werden von einer Vielzahl körperlicher und psychischer Symptome begleitet und sind mit der dauerhaften Sorge vor dem Auftreten neuer Anfälle und entsprechenden Konsequenzen verbunden. Ohne konsequente Behandlung kommt es meistens zu Vermeidungsverhalten, die Betroffenen schränken häufig ihren Lebensstil ein und meiden Orte oder Situationen, in denen Angstanfälle auftreten könnten. Panikstörungen treten häufig verbunden mit der Agoraphobie auf, die als die Angst vor bzw. dem Vermeiden von Plätzen oder Situationen, in denen eine Flucht beim Auftreten stark beeinträchtigender, panikähnlicher oder extrem peinlicher Symptome schwer möglich oder keine Hilfe zu erwarten wäre, gekennzeichnet ist. Im Kurs wird zunächst ein Überblick zur aktuellen Sicht der Entstehung und Aufrechterhaltung dieser Störungen gegeben und auf das diagnostische Vorgehen eingegangen. Praxisnah wird die Vermittlung dieser Modelle besprochen und eingeübt, wobei besonderes Augenmerk auf die Motivationsarbeit mit dem Patienten gelegt wird. Kognitiv-verhaltenstherapeutische An-sätze zur Behandlung der Panikstörung kombinieren die Konfrontation mit internen Reizen mit der Vermittlung von Strategien zur Bewältigung von Angst, körperlichen Symptomen und kognitiven Methoden, die auf eine veränderte Interpretation der ursprünglich als bedrohlich erlebten Angstsymptome abzielen.

Im Rahmen dieses Kurses sollen grundlegende Elemente eines von Margraf und Schneider (1990) entwickelten kognitiven Programmes zur Behandlung von Panikanfällen vorgestellt und in Rollenspielen eingeübt werden. Ein besonderer Schwerpunkt wird ausserdem auf die Darstellung und konkrete Einübung der systematischen Konfrontation mit angstauslösenden Symptomen und Situationen gelegt. Neben der Vertiefung des wissenschaftlichen Kenntnisstandes zur Ätiologie und Behandlung von Panikstörungen wird gezeigt, wie Patientinnen und Patienten für eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung zu motivieren sind. Zudem werden wesentliche therapeutische Interventionen der Reizkonfrontationstherapie eingeübt.

-Margraf, J. & Schneider, S. (1990). Panik, Angstanfälle und ihre Behandlung. Berlin: Springer.
-Schneider, S. & Margraf, J. (1998). Fortschritte der Psychotherapie. Agoraphobie und Panikstörung. Göttingen.  
    Hogrefe.
-Hoyer, J. & Margraf, J. (Hrsg.) (2003). Angstdiagnostik. Grundlagen und Testverfahren. Berlin: Springer.
-Bartling, G., Fiegenbaum, W. & Krause, R. (1980). Reizüberflutung, Theorie und Praxis. Stuttgart. Kohlhammer

Fr, 15.09.2017 13:00 - 17:00 Uhr
Sa, 16.09.2017 09:00 - 12:00 und 13:00 - 17:00 Uhr

Kursleitung: Dipl.-Psych. U. Schulze 
Kosten: CHF 360.-
Kursort: Universitäre Psychiatrische Kliniken, Wilhelm Klein-Str. 27, 4012 Basel


Zuletzt geändert: 17.02.2017 - 14:30